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Informationen zum richtigen Umgang mit der Zuckerkrankheit
Sport und Ernährung
Beim Typ 1 der Zuckerkrankheit kommt man nicht ohne eine künstliche Zufuhr von Insulin aus. Ein Arzt ist vonnöten, um hier die richtige Behandlung zu wählen. Aber auch die Maßnahmen gegen die Zuckerkrankheit vom Typ 2 sollten auf jeden Fall mit einem Arzt abgesprochen werden. Hilfreich ist eine Umstellung der Ernährung: Hier kann Ihnen beispielsweise eine Ernährungsberatung helfen. Mögliches Übergewicht sollten Sie reduzieren. "Gesund", "kaloriengerecht" und "vollwertig" sind Schlagworte, die für die Ernährung eines Diabetikers ganz besonders wichtig sind, wobei Details auch von der eigenen körperlichen Konstitution sowie den Lebensumständen (etwa Bewegung etc.) abhängen. Für die Auswahl von Speisen und Zutaten ist die so genannte Broteinheit wichtig: Eine Broteinheit entspricht ca. 12 Gramm an verwertbaren Kohlehydraten. Die Angabe steht heute auf vielen Verpackungen für Lebensmittel und hilft auch Diabetikern, ihren ganz eigenen Diätplan aufzustellen. Nützlich kann natürlich auch Sport sein. Sport kann unter anderem helfen, die Wirkung des Insulins zu verbessern. Dadurch wird eine erhöhte Aufnahme von Zucker durch die Zellen erreicht. Der Blutzuckerwert sinkt. Aber Vorsicht: Sprechen Sie auch sportliche Aktivitäten mit Ihrem Arzt ab. Ist der Insulingehalt im Körper nämlich zu gering und/oder produziert ihr Körper zu wenig Insulin, so kann Sport den Blutzuckerwert sogar ansteigen lassen. Der Körper könnte umgekehrt durch Sport auch unterzuckert werden. Schließlich brauchen die Zellen durch die Bewegung vermehrt Kohlenhydrate.
Tabletten
Nicht selten reichen Sport und Ernährungsumstellung nicht aus, um die Zuckerwerte in den Griff zu bekommen. Dann werden die meisten Ärzte versuchen, Ihnen mit Tabletten zu helfen, bevor sie Ihnen raten, Insulin zu spritzen. Es gibt Tabletten mit unterschiedlicher Wirkung: Wirkstoffe wie die Biguanide, beispielsweise Metformin, verzögern die Abgabe von Zucker durch den Darm ins Blut. Sie mindern die körpereigene Glukoseproduktion und unterstützen das Gewebe bei der Aufnahme von Zucker, sodass der Zuckergehalt im Blut sinkt. Unterzuckerungen treten bei ihnen nicht auf. So genannte Alpha-Glucosidase-Hemmer helfen insbesondere dann, wenn Sie zeitweise Nahrung mit vielen Kohlehydraten zu sich nehmen. Glinide und Sylfonilharnstoffe sind weitere Wirkstoffe: Sie steigern die Insulinproduktion im Körper. Glitazone wiederum unterstützen die Insulinaufnahme der Körperzellen.
Insulin
Reichen die zuvor genannten Maßnahmen nicht aus, ist die Krankheit vielleicht schon zu fortgeschritten, so muss dem Körper von außen Insulin zugeführt werden. Das geschieht beispielsweise mit Spritzen oder mit einem so genannten Pen. Auch wer regelmäßig mit einem Pen spritzt, sollte für Notfälle die Handhabung einer Spritze beherrschen. Achten Sie in jedem Fall auf Sauberkeit beim Spritzen und auf die richtige Spritze. Es gibt beispielsweise Spritzen für U40 und U100 Insulin. U40 bedeutet: In einem Milliliter befinden 40 Internationale Einheiten Insulin. Wer nun etwa U40 Insulin mit einer U100-Spritze spritzt, spritzt sich zu wenig Insulin, was fatal sein könnte: Die richtige Dosierung ist sehr wichtig! Pens sind in der Handhabung einfacher. Sie sind Spritzhilfen, enthalten Insulinpatronen, eine Dosierhilfe und eine Injektionsnadel, die austauschbar ist und regelmäßig ausgetauscht werden sollte. Eine weitere Alternative sind so genannte Insulinpumpen. Man kann sie am Körper tragen; durch Katheder und Nadel sind sie mit dem Körper verbunden und geben regelmäßig Insulin ab. Für die Mahlzeiten kann dem Diabetiker über den Katheder eine Extramenge Insulin zugeführt werden.